Chor- und Orchesterkonzerte

Chorkonzerte in unserer Pfarrkirche "Herz Jesu" gehören zu unserer Kernkompetenz. So war es in den Jahren 1981, 1988, 1990, 2001, 2002, 2003, 2005, 2008, 2010, 2013, 2016 und nun auch 2018.

Konzert 2018

 

 

Mozart und ein Klarinetten-Traum
Festkonzert des Kirchenchores Oberwürzbach

 

OBERWÜRZBACH. Welch ein musikalischer Hochgenuss in der Oberwürzbacher Pfarrkirche! Zum Jubiläum 95 Jahre Kirchenchor hatte Chorleiter Jürgen Meyer ein weiteres Mal seine Qualitäten als Pianist präsentiert: Zusammen mit Musikern des Staatsorchesters Saarbrücken spielte er als Solist am Konzertflügel Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur KV 271 „Jeunehomme“ mit großer Präzision und musikalischer Hingabe. Gerade dieses Klavierkonzert zeugt von der Einzigartigkeit eines Wolfgang Amadeus Mozart. Meyer bewies das rechte musikalische Gespür und pianistisches Können, um die kompositorischen Finessen herauszuarbeiten. Besonders in den Kadenzen, die charakteristisch sind für dieses Konzert, wurde die Virtuosität Meyers deutlich. Er brachte die melodische Schönheit und Frische dieses Klavierkonzertes zum Glänzen, was das Publikum mit herzlichem Applaus belohnte. Nach dieser solistischen Höchstleistung übernahm er nahtlos den Taktstock, um Chor, Orchester und Solisten durch Mozarts Krönungsmesse (C-Dur KV 317) zu dirigieren. Prächtig und feierlich erfüllten Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei den Kirchenraum. In den Sopranpartien war Opernsängerin Bernadette Meyer zu hören. Aus den Vereinigten Staaten war die aus Oberwürzbach stammende Nina Spinner angereist, die ihren Urlaub in der Heimat verbringt und so die Alt-Partie übernehmen konnte. Auch der Tenor Peter Floch aus Kaiserslautern und der Saarländer Bernd Bachmann, Bass pflegen eine langjährige Tradition, bei Konzerten dem Kirchenchor als brillante Solisten zur Verfügung zu stehen.

Eindeutiger Publikumsliebling wurde Armin Ziegler, der als Solist das Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 von Mozart spielte, nein, musikalisch zusammen mit seiner Klarinette erzählte. Ziegler und seine Klarinette sind ein Team, unschlagbar, unverwechselbar, sie beide leben die Musik, die sie interpretieren. Virtuosität, Musikalität und Präzision vereinen sich in einem Menschen, der höchste musikalische Leistung mit einem sanften, entspannt-zufriedenen Lächeln abrundet. Vor allem im Adagio, dem wohl bekanntesten Stück aus dem Klarinettenkonzert, nahm er die Zuhörer mit auf die Wolken von Mozarts Musik. Schon nach dem vorletzten Satz war der Applaus des Publikums nicht mehr aufzuhalten, was sich beim Schlussapplaus in wahre Begeisterungsstürme auswuchs, bei dem die Bravo-Rufe nicht enden wollten.

So wurde es fast schwer, für Chor und Solosopran, die Konzertbesucher auf den Schlussteil des Konzertes einzustimmen, den Mozarts „Laudate Dominum“ aus der „Vespera solennes de Confessore“ KV 339, bildete. Die raumfüllende samttönende Sopranstimme von Bernadette Meyer hüllte jedoch sogleich die Konzertbesucher wieder in andächtiges Zuhören. Diese bemerkenswerte Sopranarie mit Chorteil ist ein ganz besonders eindringliches und emotional nachhallendes Stück, das als Schluss-Akzent für ein Mozart-Konzert nicht besser gewählt hätte sein können.

Mit dem gesamten Konzertprogramm belohnte sich Chorleiter Jürgen Meyer quasi selbst, da er gleichzeitig zum Kirchenchor-Jubiläum auch auf 20 Jahre seiner Chorleiter- und Dirigententätigkeit beim Kirchenchor Oberwürzbach zurückblicken kann.

 

Foto: 04. Oktober 2018, Mozart, Klarinettenkonzert

Vorweihnachtliches Klangerlebnis (SZ-Bericht)

 

Kirchenchor Oberwürzbach gastiert in Hassel

 

Die Renovierungsarbeiten in der Oberwürzbacher Kirche waren Grund, das geplante vorweihnachtliche Konzert ausfallen zu lassen. Der Chor war kurzerhand umgezogen in die Katholische Kirche von Hassel. Generalprobe mit Orchester und Solisten in der neuen Location, kurze Eingewöhnung an die andere akustische Situation und man war konzertbereit.

 

Mit großer Freude begrüßte Pfarrer Brylka die zahlreichen Konzertbesucher in der Hasseler Kirche.

 

Chorleiter Jürgen Meyer leitete am dritten Novembersonntag ein Ensemble, das große Begeisterung beim Publikum erzeugte. Für dieses Konzertereignis hatte der Oberwürzbacher Kirchenchor wie auch schon Jahre zuvor einen Projektchor ins Leben gerufen, dem Sängerinnen und Sänger aus Neuweiler, St. Ingbert, Rohrbach und Rentrisch als Gäste angehörten. Mitglieder des Staatsorchesters Saarbrücken bildeten das Konzertorchester, die sich zusammen mit Chor und Solisten zu einen professionellen Klangkörper vereinten. „Ein besonderer Klanggenuss von großer Feierlichkeit“, lobte beim anschließenden Umtrunk im Pfarrheim eine Besucherfamilie diese musikalische Darbietung.

 

Konzertauftakt war das „Gloria“ von Antonio Vivaldi, eines der bekanntesten und bedeutendsten kirchenmusikalischen Kompositionen aus der Zeit um 1713. Volltönend erschallte der Gloria-Ruf zu Beginn und sphärisch introvertiert schloss sich „Et in terra pax“ an, das schwebend den Kirchenraum erfüllte. Die Soli von Sopran und Alt waren herrlich leicht und doch majestätisch zugleich. Als krönenden Schluss-Satz der Vivaldi-Komposition sang der Chor „Cum sancto spiritu“ mit überzeugender Interpretationskraft, professionell umrahmt von den Orchestermusikern.

 

Emotionaler Höhepunkt war sicherlich die Hymne von Mendelssohn-Bartholdy „Hör mein Bitten“. Die Ausdrucksstärke und Sinnlichkeit der Sopranstimme von Bernadette Meyer hatte hierbei alle Zuhörer in ihren Bann gezogen. Beim Zwischenteil „Oh könnt ich fliegen“ könnte man im Kirchenraum eine Nadel fallen hören, so fasziniert und andächtig still waren die Konzertbesucher. Diese Hymne zog Chor und Orchester gleichermaßen mit und erzeugte „Gänsehautmomente“ beim Publikum, wie eine Dame sagte, „man wähnte sich, als könne man selber fliegen“.

 

Als Schlusspunkt des Konzertes war das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns gesetzt.

Allein das orchestrale Präludium brachte bereits weihnachtliche Stimmung hervor. Feierlich, glänzend, schwebend spielte das Orchester das Oratorium ein. Die fünf Solisten – Bernd Bachmann, Bass, Peter Floch, Tenor, Barbara Kalicki, Alt, Silvie Offenbeck, Mezzosopran und Bernadette Meyer, Sopran - brillierten im Zusammenspiel mit Chor und Orchester. Sie schwangen sich zu einem weiteren Konzerthöhepunkt auf und interpretierten mit viel Gefühl die gesamte Bandbreite des Ausdrucksgehaltes dieses Werkes. Engelsgleich erklang das Trio, dargeboten von Bariton, Tenor und Sopran in phantastischer Begleitung der Harfe. Ein absoluter Hörgenuss, was vom Publikum im Anschluss mit standing ovations belohnt wurde, vom Chor beantwortet mit einigen Zugaben.

Zum 90-jährigen Jubiläum des Kirchenchores veranstalteten wir ein festliches Chor- und Orchesterkonzert am Sonntag, dem 27. Oktober 2013.

27. Oktober 2013: Marc-Antoine Charpentier, Te Deum

Das Programm:

 

1. Motette nach Psalm 43: "Richte mich, Gott" von Felix Mendelssohn-Bartholdy

2. Klavierkonzert KV 414 von W. A. Mozart mit Jürgen Meyer als Klaviersolisten.

3. Motette "Da Jakob vollendet hatte" aus "Israelsbrünnlein" von Johann Hermann Schein.

4. "Te Deum" H 146 von Marc-Antoine Charpentier.

 

Die Orchesterbegleitung übertrugen wir wieder unseren schon von früheren Konzerten bekannten und bewährten Profi-Musikern vom Staatstheater Saarbrücken.

Jürgen Meyer trat mit Mozarts Klavierkonzert KV 414 als Solist auf.

Als Gesangssolisten konnten neben Bernadette Meyer, Sopran, die Altistin Barbara Kalicki, der Tenor Peter Floch und der Bass Bernd Bachmann verpflichtet werden.

 

Die Aufführungen des Chores bestachen durch stimmliche Klarheit, akkurate Intonation, präzise Einsätze und eine textbezogene Agogik. Man konnte die intensive Probenarbeit geradezu spüren. Das Solistenquartett tat das Seinige dazu, war stimmlich excellent besetzt und setzte die Vorgaben des Komponisten Charpentier großartig um.

Jürgen Meyer bestritt neben der musikalischen Leitung auch den Solistenpart bravourös und setzte ein festliches Highlight für Oberwürzbach mit seinem Klavierkonzert KV 414. Und überhaupt: Das Klavier im Kirchenraum war ein Klangerlebnis der außergewöhnlichen Art!

 

Den zahlreichen Besuchern des Konzertabends wurde ein Hörerlebnis geboten, für das sich viele von ihnen hinterher begeistert äußerten. Die einzige Klage: Es hätte ruhig noch etwas länger dauern können!

 

Musik vom Himmel für die Erde

Pianist, Musiklehrer, Chorleiter - vielseitig, engagiert und ein Vollblutmusiker:

 

Jürgen Meyer.

 

Beim Jubiläumskonzert des Kirchenchores am Sonntag, 27. Oktober bewies er einmal mehr seine Klasse. Er setzte als Programmpunkt ein festliches Highlight für Oberwürzbach und brachte das Konzert für Klavier und Orchester KV 414 von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung.